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Raphael (1483-1520) PDF Drucken E-Mail
Geschrieben von Enrica Valsecchi   
Mittwoch, 20. Januar 2010
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Raffaello Sanzio wurde 1483 in Urbino geboren. Sein Vater Giovanni Santi war bereits ein berühmter Maler aus Urbino. In seinem Geburtshaus in der heutigen
Via Raffaello 57 befindet sich heute ein Museum und Forschungszentrum zu seinem Werk. Nach dem Tod seiner Mutter (1441) und seines Vaters im Jahre 1494 lernte Raphael in der Werkstatt des Malers Timoteo Viti. Später zog er nach Perugia und wurde Schüler bei Perugino, den er schon über seinen Vater kannte. Die Lehrzeit bei Perugino war für beide Künstler wichtig: sie beeinflussten sich gegenseitig. Der Höhepunkt dieses Prozesses war für Raphael das für die Kirche des Sankt Franziskus in Città di Castello gemalte Bild "Die Hochzeit der Vergine Maria" (heute Pinakothek von Brera in Mailand) aus dem Jahr 1504, in dem er Perugino übertraf. Ab dem Herbst 1504 arbeitete er in Florenz, wo er sich vier Jahre lang mit der florentinischen Malerschule gründlich auseinandersetzte. Die Beziehungen zu seiner Heimatstadt blieben fortan kontinuierlich bestehen: immer wieder übernahm er Aufträge aus dieser Region, unter anderem für den Großherzog von Urbino. Bald war er so berühmt, dass man ihn als gleichstehend mit den älteren Leonardo und Michelangelo bewertete. Ab 1508 lebte er in Rom. Neben Michelangelo, der die Sixtinische Kapelle schuf, war Raphael der wichtigste Künstler des Vatikans. Das Bestreben des damaligen Papstes Julius II, Rom zu seiner Pracht aus der römischen Kaiserzeit zurückzuführen und das Erbe von Florenz als Hauptstadt der italienischen Kunst zu übernehmen, brachte ihm zusätzliche Aufträge. Mit dem Tod Julius und der Wahl Leos X. zum Papst änderten sich die Ziele des Vatikans. Raphael war allerdings bereits so berühmt, dass er von Aufträgen überflutet wurde. Daher war er auch sehr wohlhabend. Zusammen mit Leonardo da Vinci und Michelangelo prägte er die Renaissance in Italien und erarbeitete eine neue Kunstlehre. Er starb mit 37 Jahren und wurde im Pantheon in Rom begraben. Vasari schrieb über seinen Tod:"Die Malerei hätte, als dieser edle Künstler starb, auch selbst sterben können, denn wie er seine Augen schloss, blieb sie gleichsam blind zurück." Sein wichtigstes sich in Deutschland befindliches Werk ist die "Sixtinische Madonna". Auf diesem Altarbild erscheint die Madonna schwebend auf einem Wolkenteppich. Auf beiden Seiten der Madonna sind die heilige Barbara und Papst Sixtus II dargestellt. Das Bild entstand 1513 im Auftrag des Papstes Julius II und war für die Kirche San Sisto in der Provinz Piacenza bestimmt. Es sollte eine Schenkung zur Belohnung für den Beitritt Piacenzas zum Kirchenstaat sein. Das Bild befindet sich heute in der Gemäldegalerie Alte Meister in Dresden. Bekannt ist inzwischen auch sein Briefwechsel mit seinem Freund A. Dürer.
Letzte Aktualisierung ( Donnerstag, 4. März 2010 )
 
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